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Glossar

Was bedeutet KI-Kennzeichnung?

Wer KI-erzeugte Bilder, Stimmen oder Videos veröffentlicht, muss sie in bestimmten Fällen kennzeichnen. In der EU regelt das vor allem Art. 50 der KI-Verordnung, des EU AI Act.

KI-Kennzeichnung · auch: KI-Label, Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte, AI Labelling, Transparenzpflicht
KI-Kennzeichnung bedeutet, Inhalte, die ganz oder teilweise mit künstlicher Intelligenz erzeugt oder verändert wurden, als solche erkennbar zu machen, sichtbar für Menschen oder maschinenlesbar.

Was Art. 50 des EU AI Act regelt

Die europäische KI-Verordnung, der EU AI Act, enthält in Art. 50 Transparenzpflichten für bestimmte KI-Systeme. Für Bilder, Ton und Videos sind vor allem zwei Pflichten wichtig:

  • Anbieter von KI-Systemen, die synthetische Audio-, Bild-, Video- oder Textinhalte erzeugen, müssen dafür sorgen, dass die Ausgaben maschinenlesbar markiert und als künstlich erzeugt oder verändert erkennbar sind (Abs. 2).
  • Betreiber, die mit einem KI-System Deepfakes erzeugen oder verändern, müssen offenlegen, dass die Inhalte künstlich erzeugt oder manipuliert wurden (Abs. 4). Bei offensichtlich künstlerischen, kreativen, satirischen oder fiktionalen Werken genügt ein Hinweis, der die Darstellung nicht beeinträchtigt.

Anbieter ist, wer ein KI-System entwickelt und anbietet. Betreiber ist, wer es in eigener Verantwortung nutzt, zum Beispiel ein Unternehmen, das mit KI einen Film produziert und veröffentlicht. Die Hinweise müssen klar und spätestens bei der ersten Wahrnehmung erkennbar sein (Abs. 5). Die Pflichten gelten grundsätzlich seit dem 2. August 2026, für einzelne Pflichten gibt es Übergangsregeln.

Was das für Unternehmensvideos heißt

Ein erfundenes Beispiel: Ein Energieversorger produziert einen Kampagnenfilm mit KI-generierten Realfilm-Szenen, in denen eine Familie in einem Haus mit Wärmepumpe lebt. Die Szenen wirken echt, die Familie gibt es nicht. Hier liegt die Frage nach einer Offenlegung nahe. Ein Motion-Design-Film mit animierten Kennzahlen ist dagegen erkennbar gestaltet. Wie im Einzelfall zu kennzeichnen ist, sollte die Rechtsabteilung bewerten. Eine feste Regel für alle Projekte erspart es, jedes Mal neu zu entscheiden.

KI-Kennzeichnung in mint

Im Brand Kit von mint gibt es neben Logos, Farben, Stimmen und Schreibweisen eine Einstellung zur KI-Kennzeichnung. Wie mint mit Kennzeichnung, Rechten an Inhalten und menschlicher Kontrolle umgeht, beschreibt die Seite Verantwortungsvolle KI.

Wichtig: Dieser Beitrag ist ein allgemeiner Überblick und keine Rechtsberatung. Ob und wie du Inhalte kennzeichnen musst, hängt vom Einzelfall ab.

Alle Begriffe im Glossar

Filme aus mint

Alle Filme sind mit mint entstanden. Firmen und Personen sind frei erfunden. Alle Filmbeispiele

5 Things to Know for Your Quellbit InterviewStil Violett Labor · 9:16 · 0:51
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Häufig gestellte Fragen

Müssen alle KI-Videos gekennzeichnet werden?

Nicht pauschal. Art. 50 des EU AI Act unterscheidet nach Rolle und Inhalt: Anbieter generativer KI-Systeme müssen Ausgaben maschinenlesbar markieren, Betreiber müssen insbesondere Deepfakes offenlegen. Ob und wie dein Video gekennzeichnet werden muss, klärst du am besten mit deiner Rechtsabteilung.

Was ist ein Deepfake im Sinne des AI Act?

Die Verordnung meint damit KI-erzeugte oder KI-veränderte Bild-, Ton- oder Videoinhalte, die realen Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähneln und fälschlich echt wirken würden. Wer solche Inhalte einsetzt, muss offenlegen, dass sie künstlich erzeugt oder verändert wurden.

Seit wann gilt die Kennzeichnungspflicht?

Die Transparenzpflichten aus Art. 50 gelten grundsätzlich seit dem 2. August 2026. Für einzelne Pflichten gibt es Übergangsregeln, und die EU-Kommission ergänzt sie durch Leitlinien und einen Verhaltenskodex. Den aktuellen Stand sollte deine Rechtsabteilung prüfen.

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