Was ein gutes Onboarding-Video ausmacht
Onboarding-Videos nehmen dem ersten Gespräch mit der Führungskraft die wiederkehrenden Fragen ab: Wo parke ich, wie bekomme ich meinen Laptop, wer ist wofür zuständig? So bleibt im persönlichen Gespräch Zeit für das, was nur Menschen erklären können.
Eine Reihe statt eines langen Films
Ein 20-minütiger Willkommensfilm wird einmal angesehen und dann vergessen. Besser funktionieren fünf bis acht kurze Filme von jeweils einer bis drei Minuten, die zum passenden Zeitpunkt kommen. Den Film über Zugänge und Tools braucht man am ersten Tag, den über Feedbackgespräche nach einigen Wochen.
Entlang der ersten Monate planen
- Preboarding: zwischen Vertragsunterschrift und erstem Tag. Hier wirkt ein kurzer Gruß im Hochformat 9:16, denn der Firmenlaptop ist noch nicht da, das eigene Smartphone schon.
- Erster Tag: Ablauf, Ansprechpartner, Zugänge.
- Erste Wochen: Organisation, Arbeitsweise, wichtige Abläufe.
- Erste Monate: Entwicklung, Feedback, Weiterbildung.
Ton und Haltung
Onboarding-Filme dürfen persönlicher klingen als eine Pflichtschulung. Ein warmer Sprecher, ein ruhiges Temperament im Styleguide und echte Fotos vom Standort bewirken mehr als jede Animation. Achte darauf, dass der Ton zur Kultur passt: Ein Familienunternehmen klingt anders als ein Konzern mit 30 Ländergesellschaften.
Mehrere Standorte im gleichen Design
In größeren Unternehmen gibt es selten das eine Onboarding. Gut funktioniert ein gemeinsamer Kern aus Werten, Organisation und zentralen Tools, ergänzt um Filme je Standort oder Bereich: Anfahrt und Zutritt im Werk, Abläufe im Vertrieb, Regeln im Labor. Weil alle Filme aus demselben Motion-Styleguide entstehen, wirkt die Reihe trotzdem einheitlich.
Was in keinen Onboarding-Film gehört
Inhalte, die sich wöchentlich ändern, etwa der Speiseplan, gehören ins Intranet. Vertrauliche Informationen wie Gehaltsbänder oder interne Kennzahlen haben in einem Film, der weitergeleitet werden kann, nichts verloren. Das persönliche Willkommen der Führungskraft kann auch ein Video nicht ersetzen.
Typische Fehler im Onboarding
- Alles am ersten Tag: Zehn Filme in der ersten Woche überfordern. Verteile sie über die ersten Monate.
- Veraltete Inhalte: Ein Film zeigt noch die alte Organisationsstruktur oder einen Ansprechpartner, der längst gewechselt hat. Plane Aktualisierungen von Anfang an ein.
- Zu allgemein: „Bei uns zählt Teamgeist“ sagt wenig. Ein konkreter Hinweis wie „Die IT-Hotline erreichst du unter der Durchwahl 400“ hilft sofort.
- Nur die Sicht der Zentrale: Wer in einem Werk anfängt, braucht andere Informationen als jemand in der Verwaltung. Mach für Standorte oder Bereiche eigene Filme.
Checkliste für deine Onboarding-Reihe
- Liste der Fragen, die Neue in den ersten Wochen stellen
- Zuordnung jeder Frage zu einem Film und einem Zeitpunkt
- Material: Handbuch, Organigramm, Fotos, Grußbotschaft
- wer welchen Film fachlich freigibt, etwa HR, IT oder Arbeitssicherheit
- wo die Filme liegen: Intranet, LMS oder Willkommens-Mail
- wer die Filme regelmäßig auf Aktualität prüft
Wie mint beim Onboarding hilft
Mit mint wird die Onboarding-Reihe zu einem Projekt, das HR selbst pflegt. Durch den Motion-Styleguide erscheint jeder Film im Corporate Design, auch wenn verschiedene Abteilungen Inhalte beisteuern. Logos, Intro, Outro, Stimme und Schreibweisen liegen im Brand Kit, damit niemand sie in jedem Projekt neu einstellen muss.
Ändert sich ein Ansprechpartner oder ein Ablauf, öffnest du den Film, änderst die Zeile im Chat oder im Editor und exportierst eine neue Fassung. Mit den Rollen Viewer, User und Company-Admin legst du fest, wer Filme ansehen, bearbeiten und verwalten darf. Mehr dazu unter Zusammenarbeit und Freigaben.
Exportiert wird als MP4 in Full HD: 16:9 für Intranet und LMS, 9:16 fürs Smartphone, 1:1 für Feeds in internen Netzwerken. Welche Formate wofür passen, steht unter Formate und Export.
Die Produktionsschritte vom ersten Entwurf bis zur Freigabe beschreibt der Ratgeber So produzierst du einen KI-Film fürs Onboarding. Planst du auch Filme für Recruiting und Employer Branding, lies weiter bei HR- und Recruiting-Videos erstellen oder auf der Lösungsseite HR und Recruiting.
Tipp: Frag die letzten fünf neuen Mitarbeitenden, welche Fragen sie in den ersten zwei Wochen hatten. Aus ihren Antworten ergibt sich die Liste deiner Filme.