Was ein gutes Recruiting-Video ausmacht
Wer sich bewirbt, will wissen, wie die Arbeit wirklich aussieht. Ein gutes Recruiting-Video beantwortet drei Fragen: Was mache ich hier jeden Tag? Mit wem arbeite ich? Was habe ich davon?
Fakten zur Stelle nennen
Formulierungen wie „Dynamisches Team“, „flache Hierarchien“ oder „spannende Aufgaben“ stehen in so vielen Anzeigen, dass sie niemand mehr wahrnimmt. Schreib stattdessen auf, was wirklich gilt: die Schichtzeiten, die Maschinen, an denen gearbeitet wird, die Größe des Teams. Solche Angaben wirken glaubwürdiger als jedes Adjektiv.
Echte Menschen zeigen
Am meisten überzeugen die eigenen Leute. Nutze Fotos und kurze Handyvideos vom Arbeitsplatz, mit Einverständnis der Abgebildeten. mint verarbeitet dieses Material im Markendesign und setzt Fotos per Bild-zu-Video in Bewegung. KI-generierte Szenen eignen sich für Kampagnen-Storys, das echte Team zeigst du mit eigenem Material.
Kanal und Länge
Für Social Media reichen 20 bis 45 Sekunden im Hochformat. Auf der Karriereseite darf ein Film über einen Bereich oder ein Ausbildungsprogramm ein bis zwei Minuten dauern. Am Ende steht immer, wie es weitergeht: Link, QR-Code oder der Name der Ansprechpartnerin.
Ausbildung: Jugendliche und Eltern ansprechen
Wer Auszubildende gewinnen will, spricht junge Menschen an, die oft zum ersten Mal einen Arbeitgeber wählen, und häufig auch ihre Eltern. Beide wollen Unterschiedliches wissen: die einen, wie der Alltag aussieht und mit wem sie lernen, die anderen, wie gut die Ausbildung begleitet wird. Kurze Clips im Hochformat erreichen die einen, ein ruhiger Film auf der Karriereseite die anderen. Echte Auszubildende im Bild wirken hier stärker als jede gestaltete Szene.
HR-Themen für die eigene Belegschaft
HR kommuniziert auch nach innen. Eine neue Regel zur mobilen Arbeit, die Einladung zur Mitarbeiterbefragung, die Umstellung der Entgeltabrechnung: Solche Themen verstehen viele schneller in zwei Minuten Film als in vier Seiten Rundschreiben. Der Ton sollte sachlich sein, und der Film sollte klar beantworten: „Was ändert sich für mich?“ Mehr dazu steht unter Interne Kommunikation.
Einverständnis und Austausch planen
Sobald Mitarbeitende im Bild sind, brauchst du ihr Einverständnis, am besten schriftlich und mit Angabe, wo der Film läuft und wie lange. Kläre auch vorab, was passiert, wenn jemand das Unternehmen verlässt: Wird die Szene ersetzt, oder bleibt der Film online? Mit mint ist der Austausch eines Fotos schnell erledigt, weil du nur die betroffene Szene neu renderst.
Typische Fehler bei HR-Videos
- Kein Bewerbungsweg: Der Film macht Lust, aber niemand weiß, wo man sich bewirbt.
- Hochglanz ohne Bezug: Stockbilder von lachenden Menschen im Büro, obwohl die Stelle in der Produktion ist.
- Falsche Länge für den Kanal: Ein dreiminütiger Film als Anzeige in Instagram Stories.
- Rechte nicht geklärt: Mitarbeitende im Bild, ohne dass ihr Einverständnis dokumentiert ist.
- Uneinheitliche Sprache: Mal „Mitarbeiter“, mal „Mitarbeitende“, mal „Kollegen“. Lege Schreibweisen und verbotene Begriffe im Brand Kit fest.
Checkliste für dein Recruiting-Video
- Zielgruppe: Auszubildende, Fachkräfte oder Führungskräfte
- drei Fakten zur Stelle, die überzeugen
- Fotos und Videos vom echten Arbeitsplatz, Einverständnis dokumentiert
- Kanal, Format und Länge
- Bewerbungsweg am Ende
- KI-Kennzeichnung, wenn KI-Szenen vorkommen
- Freigabe durch Fachbereich und HR
Wie mint HR-Teams hilft
HR braucht viele Filme, oft einen eigenen je Zielgruppe, Kampagne und Standort. Mit mint legst du das Design einmal im Motion-Styleguide fest, danach entstehen Stellenvideos, Benefit-Filme und HR-Infos aus Briefings. Der KI-Agent baut die Szenen, du entscheidest über Inhalt und Ton.
Wenn du regelmäßig Stellenanzeigen als Video brauchst, lies Videos automatisch erstellen: Dort geht es um feste Formate, die sich Folge für Folge wiederholen. Für die Ausspielung in Feeds hilft Social-Media-Videos erstellen. Den kompletten Ablauf eines HR-Films beschreibt der Ratgeber So produzierst du einen KI-Film für HR.
Neue Kolleginnen und Kollegen begleitest du nach der Zusage mit einer eigenen Reihe, siehe Onboarding-Videos erstellen. Wie mint im HR-Alltag insgesamt hilft, steht unter HR und Recruiting.
Wichtig: Wenn KI-generierte Szenen im Film vorkommen, kennzeichne sie. Im Brand Kit legst du die KI-Kennzeichnung einmal fest. Hintergründe stehen unter Verantwortungsvolle KI.