Recruiting-Kampagne für Auszubildende, neue Benefits, der Urlaubsantrag im neuen HR-Tool: HR braucht Filme für sehr unterschiedliche Zwecke. Lange hieß das Agentur, Dreh und viele Wochen Abstimmung. Mit KI produzierst du solche Filme im eigenen Team und im Corporate Design, bei Inhalt und Freigabe mit derselben Sorgfalt. Wie das mit mint aussieht, zeigen die Beispiele in den sieben Schritten unten.
Welche HR-Filme sich mit KI gut produzieren lassen
Je nach Anlass braucht ein HR-Film eine andere Machart. Eine erste Einordnung:
| Anlass | Ziel des Films | Passende Filmart | Typisches Format |
|---|---|---|---|
| Stellenanzeige als Video | Bewerbungen auslösen | motion design | 9:16 für Social Media, 16:9 für die Karriereseite |
| Benefits und Arbeitgeberleistungen | Leistungen verständlich machen | motion design | 16:9 und 1:1 |
| HR-Prozess wie Urlaub, Reisekosten oder Zielgespräch | Ablauf erklären, Rückfragen vermeiden | motion design oder explainer | 16:9 |
| Recruiting-Story oder Kulturfilm | Atmosphäre und Haltung zeigen | cinematic | 16:9 |
| Pflichtinformation, etwa Arbeitsschutz oder Compliance | Wissen verlässlich vermitteln | motion design | 16:9 |
Schritt 1: Ziel und Zielgruppe festlegen
Ein HR-Film wird gut, wenn er genau eine Aufgabe hat. Schreib den Zweck in einem Satz auf, bevor du über Gestaltung nachdenkst. Zum Beispiel: „Nach dem Film wissen alle Mitarbeitenden, wie sie Urlaub im neuen Tool beantragen.“ Oder: „Pflegefachkräfte mit Berufserfahrung bewerben sich über die Karriereseite.“
Kläre danach drei Fragen:
- Wer schaut? Bewerbende kennen dein Unternehmen kaum und sehen den Film oft auf dem Smartphone. Mitarbeitende kennen Tools und Abkürzungen, allerdings nur die eigenen.
- Wo läuft der Film? Karriereseite, Social Media, Intranet, Teams-Kanal oder Bildschirm in der Kantine. Daraus folgen Format und Tonfrage. Wer im Großraumbüro oder unterwegs schaut, hat oft keinen Ton an, also gehören Untertitel dazu.
- Was soll danach passieren? Bewerben, Antrag stellen, Benefit nutzen, Termin buchen. Diese Handlung steht am Ende des Films, klar und konkret.
Schritt 2: Die passende Filmart wählen
mint kennt drei Filmarten, und jede passt zu anderen HR-Themen. mint motion design setzt typografische Motion Graphics im exakten Corporate Design um. Das ist die richtige Wahl, wenn Zahlen, Abläufe, Listen und klare Botschaften im Vordergrund stehen: Urlaubstage, Benefits, der Bewerbungsprozess in vier Schritten.
mint cinematic erzeugt Realfilm-Szenen mit Figuren, Orten und Kamerafahrten und wirkt wie ein gedrehter Film. Das passt zu Recruiting-Storys, in denen ein Arbeitstag oder ein Berufsbild erlebbar werden soll. mint explainer erzählt mit KI-Bildern und Szenen und eignet sich gut für Schulungen und Onboarding.
Beispiel: Ein Maschinenbauer mit 4.000 Mitarbeitenden (erfundenes Beispiel) plant seine Ausbildungskampagne. Die Fakten zu Ausbildungsberufen, Standorten und Bewerbungsfrist laufen als kurze Clips mit mint motion design im Hochformat. Eine Story mit mint cinematic zeigt den ersten Tag in der Lehrwerkstatt.
Schritt 3: Das Corporate Design einmal als Motion-Styleguide anlegen
Damit HR-Filme aussehen wie der Rest deiner Unternehmenskommunikation, legst du einmal einen Motion-Styleguide an. mint liest dafür die Website, eine Präsentation, Bilder, ein Video oder eine Kombination daraus ein. Daraus entstehen Farbwelt mit Rollen, Schriften, Formensprache, Bildstil, Layouts für 16:9, 9:16 und 1:1 sowie Übergänge und Bewegungsprinzipien. Hausschriften lassen sich hochladen, und Folien aus der Employer-Branding-Präsentation kannst du als Layout-Vorlagen übernehmen. Ein neuer Styleguide entsteht in etwa 60 bis 90 Minuten und wird nur einmal angelegt.
Ins Brand Kit gehört, was HR immer wieder braucht: Logos, Intro und Outro, die Stimme je Sprache, ein Aussprache-Lexikon für Firmen- und Standortnamen sowie Schreibweisen und verbotene Begriffe. Gerade bei Stellenanzeigen lohnt sich eine feste Regel, wie in deinem Unternehmen gegendert wird und wie Berufsbezeichnungen geschrieben werden.
Tipp: Sprich vor dem ersten Film mit Brand oder Marketing. Oft gibt es den Styleguide schon, und HR nutzt ihn einfach mit. So sparst du Zeit, und Karriereseite und Kampagne passen zusammen.
Schritt 4: Ein Briefing schreiben
Das Briefing ist der wichtigste Text der ganzen Produktion. In mint besteht es aus Freitext, Kernbotschaft, No-Gos, Einstieg, Ziellänge und Quell-URLs. Bei HR-Filmen gehört Folgendes hinein:
- Kernbotschaft in einem Satz: „Bei uns startest du mit 30 Urlaubstagen und einer festen Patin oder einem festen Paten.“
- Einstieg: Womit beginnt der Film? Mit einer Frage, einer Zahl oder einer Situation aus dem Arbeitsalltag.
- Ziellänge: Recruiting-Clips für Social Media kommen meist mit 20 bis 45 Sekunden aus, Benefit- und Prozessfilme mit 60 bis 120 Sekunden.
- No-Gos: keine Versprechen, die nicht verbindlich sind, keine internen Abkürzungen im Recruiting, keine Gehaltsangaben ohne Freigabe.
- Quellen: Link zur Stellenanzeige, zur Benefit-Seite im Intranet oder zur Prozessbeschreibung.
Wie ein vollständiges Briefing aussieht, zeigt der Ratgeber Film-Briefing schreiben mit einer Vorlage zum Kopieren. Welche Länge zu welchem Zweck passt, klärt der Artikel Wie lang sollte ein Erklärfilm sein?.
Schritt 5: Material und Sprechertext einbringen
Gib dem Film Inhalte, die es nur in deinem Unternehmen gibt. Eigene Bilder und Videos lädst du als PNG, JPG, WebP, MP4, MOV oder WebM hoch. mint verarbeitet Firmenfotos und eigenes Videomaterial im Markendesign, und Fotos lassen sich per Bild-zu-Video in Bewegung setzen. Dokumente wie die Benefit-Übersicht als PDF oder die Prozessbeschreibung als DOCX gibst du über den Chat-Agenten in den Film.
Beim Sprechertext entscheidest du, wie frei mint formulieren darf: wörtlich übernehmen, geglättet oder frei formuliert. Für Pflichtinformationen und alles, was arbeitsrechtlich geprüft wurde, wählst du „wörtlich“. Für Recruiting-Clips darf der Text freier werden.
Als Sprecher stehen KI-Stimmen von ElevenLabs auf Deutsch, Englisch und Französisch zur Verfügung, mit Emotion und Betonung. Wer lieber eine echte Stimme nutzt, etwa die der Ausbildungsleiterin, lädt eine eigene Aufnahme hoch. Musik kommt als KI-Musik oder als eigene Markenmusik dazu und wird unter dem Sprecher automatisch leiser. Mehr dazu auf der Seite KI-Stimmen und Musik.
Wichtig: Wenn echte Mitarbeitende zu sehen sind, hol vorher ihre Einwilligung ein, am besten schriftlich, und kläre, wie lange und wo der Film genutzt wird. Das gilt für Fotos genauso wie für Videos.
Schritt 6: Den Entwurf prüfen und nachschärfen
Aus Styleguide und Briefing erstellt mint einen ersten Entwurf. Den Feinschliff machst du im Regie-Chat mit dem KI-Agenten, etwa „Szene 3 ruhiger, die Zahl der Urlaubstage größer“, oder direkt im Editor. Jede Folie und jeder Text bleibt frei bearbeitbar. Eine automatische Qualitätsprüfung achtet auf Textüberlauf, Mindestschriftgröße, Lesezeit, Ränder und Farbsprünge. Das Rendern dauert rund 25 Sekunden je Szene, Änderungen siehst du also schnell.
Prüfe den Entwurf aus HR-Sicht mit dieser Liste:
- Stimmen alle Fakten wie Fristen, Tage, Standorte und Ansprechpersonen?
- Versteht jemand ohne Vorwissen jede Szene?
- Ist die Handlung am Ende eindeutig?
- Klingt der Text nach deinem Unternehmen und nicht nach Werbeprospekt?
- Werden Namen, Standorte und Fachbegriffe richtig ausgesprochen?
- Gibt es Untertitel, wenn der Film ohne Ton laufen wird?
Schritt 7: Freigeben und in allen Formaten ausspielen
HR-Filme durchlaufen oft mehrere Stellen: Fachbereich, Kommunikation, Rechtsabteilung und bei internen Themen manchmal auch den Betriebsrat. Kommentare mit Zeitmarke und Anhängen halten Feedback genau an der richtigen Stelle im Film fest, und die Fassungen V1, V2 und V3 bleiben nachvollziehbar. Alle Beteiligten bekommen eine passende Rolle: Viewer, User oder Company-Admin. Mehr dazu unter Zusammenarbeit und Freigaben.
Exportiert wird als MP4 in Full HD, in 16:9, 9:16 und 1:1. So bekommst du aus einem Briefing den Film für die Karriereseite, die Hochkant-Version für Social Media und die quadratische Fassung für den Feed. Untertitel gibt es als SRT-Datei. Wenn KI-generierte Inhalte gekennzeichnet werden sollen, hinterlegst du die KI-Kennzeichnung im Brand Kit. Unsere Haltung dazu steht unter Verantwortungsvolle KI, wie mint mit deinen Daten umgeht, unter Sicherheit und Datenschutz.
Typische Fehler bei HR-Filmen
- Alles in einen Film packen. Zwölf Benefits in 90 Sekunden merkt sich niemand. Besser ist eine kurze Serie mit je einem Thema.
- Werbesprache statt Klartext. „Spannende Aufgaben in einem dynamischen Umfeld“ sagt nichts, konkrete Beispiele aus dem Arbeitsalltag überzeugen mehr.
- Interne Begriffe im Recruiting. Was intern selbstverständlich ist, verstehen Bewerbende nicht.
- Kein Plan für Änderungen. Benefits, Fristen und Ansprechpersonen ändern sich. Weil jede Folie bearbeitbar bleibt, aktualisierst du den Film, statt ihn neu zu produzieren.
Weitere Anwendungsbeispiele findest du auf den Seiten Videos für HR und Recruiting und HR- und Recruiting-Videos erstellen. Für Filme rund um den ersten Arbeitstag gibt es einen eigenen Ratgeber: KI-Film fürs Onboarding produzieren.