Was „automatisch“ bei Unternehmensvideos heißen sollte
Wer nach einer Software sucht, die Videos automatisch erstellt, hat meist einen guten Grund: Das Team muss dieselbe Art von Film immer wieder produzieren, etwa Quartalszahlen, Produktupdates, Stellenanzeigen oder den Monatsrückblick für die Belegschaft. Die Folgen ähneln sich, gleich ist keine. Bei solchen Filmen spart Automatisierung Zeit, ohne die Qualität zu senken.
Ganz ohne Menschen sollte kein Unternehmensfilm entstehen. Zahlen müssen stimmen, Formulierungen müssen zur Lage passen, und jemand muss dafür geradestehen. mint automatisiert deshalb die Produktion, die Verantwortung bleibt beim Team. Eine öffentliche Schnittstelle, über die andere Systeme selbstständig Filme auslösen, gibt es nicht. Jede Folge beginnt mit einem Briefing im Projekt.
So planst du ein wiederkehrendes Format
Der feste Aufbau
Eine Serie lebt von Wiedererkennung. Lege den Aufbau einmal fest, zum Beispiel für Quartalszahlen:
- Titel mit Quartal
- drei Kennzahlen, jede mit einem Satz Einordnung
- ein Ereignis des Quartals
- Ausblick
- Abschluss mit Logo-Outro
Ein Produktupdate folgt einem anderen Aufbau: Was ist neu, für wen, wie nutze ich es, wo finde ich mehr. Innerhalb eines Formats sollte aber jede Folge denselben Aufbau haben.
Die Briefing-Vorlage
Mit einer festen Vorlage schreibt jede Person im Team ein Briefing, das zum Format passt. Ein Beispiel für Quartalszahlen:
Format: Quartalszahlen (Serie)
Quartal: Q3 2026
Ziellänge: 60 Sekunden
Kernbotschaft: [ein Satz]
Kennzahl 1: [Wert] – [Einordnung in einem Satz] – Quelle: [Bericht, Seite]
Kennzahl 2: [Wert] – [Einordnung] – Quelle: [Bericht, Seite]
Kennzahl 3: [Wert] – [Einordnung] – Quelle: [Bericht, Seite]
Ereignis des Quartals: [zwei Sätze]
Ausblick: [ein Satz]
No-Gos: [zum Beispiel keine Prognosen zum Aktienkurs]
Sprechertext: geglättet
Freigabe durch: [Name, Funktion]
Länge und Rhythmus
Serienfolgen sollten kurz und ungefähr gleich lang sein. 45 bis 90 Sekunden reichen für die meisten Formate. Plane auch den Takt: Ein Format, das monatlich erscheint, braucht feste Termine für Briefing, Freigabe und Veröffentlichung.
Wann sich ein Serienformat lohnt
Ein festes Format lohnt sich, sobald derselbe Filmtyp mehrmals im Jahr gebraucht wird. Schon bei vier Quartalsfilmen sparst du dir viermal die Grundsatzfragen nach Aufbau, Stimme und Länge. Bei Stellenanzeigen oder Produktupdates, die monatlich oder öfter anfallen, ist der Effekt entsprechend größer.
Wer was verantwortet
Eine Serie braucht klare Rollen. Eine Person aus der Fachabteilung liefert Inhalte und Zahlen, eine aus der Kommunikation schreibt das Briefing, eine dritte gibt frei. In kleinen Teams sind das manchmal dieselben Leute, die Aufgaben bleiben trotzdem getrennt. In mint bildest du das mit den Rollen Viewer, User und Company-Admin ab: Wer nur mitlesen soll, bekommt die Rolle Viewer, wer produziert, die Rolle User.
Typische Fehler bei Videoserien
- Jede Folge anders: Wer den Aufbau von Folge zu Folge ändert, verliert die Wiedererkennung.
- Zahlen ohne Quelle: In die Vorlage gehört zu jeder Zahl die Quelle, damit die Freigabe schnell geht.
- Falsch ausgesprochene Namen: Produktnamen, Standorte und Abkürzungen klingen in jeder Folge anders, wenn sie nicht im Aussprache-Lexikon stehen.
- Freigabe als Nebensache: Ist niemand zuständig, erscheint die Folge zu spät oder ungeprüft.
Checkliste für deine Serie
- Format mit festem Aufbau und Ziellänge
- Briefing-Vorlage für das Team
- Stimme, Musik, Intro und Outro im Brand Kit
- Aussprache-Lexikon für Namen und Abkürzungen
- feste Termine für Briefing, Freigabe und Veröffentlichung
- eine verantwortliche Person je Folge
Wie mint wiederkehrende Formate trägt
Die Grundlage ist der Motion-Styleguide: Farben, Schriften, Layouts und Bewegung liegen einmal fest. Darauf baut der KI-Agent jede Folge aus deinem Briefing. Dokumente wie den Quartalsbericht als PDF gibst du über den Chat dazu. Du prüfst, korrigierst im Chat oder im Editor und gibst frei.
Für die Abstimmung gibt es Kommentare mit Zeitmarke und Fassungen V1, V2, V3, beschrieben unter Zusammenarbeit und Freigaben. Wie du ein Briefing formulierst, das ohne Rückfragen funktioniert, zeigt der Ratgeber Film-Briefing schreiben. Den gesamten Ablauf vom Material bis zum Export beschreibt So funktioniert mint.
Für Agenturen gilt dasselbe Prinzip je Kundenmarke: ein Styleguide pro Kunde, eine Briefing-Vorlage pro Format, und die Serie läuft weiter, auch wenn im Team jemand wechselt. Das Format entwickelt die Agentur, die wiederkehrende Produktionsarbeit übernimmt mint. Mehr dazu unter mint für Agenturen.
Beispiel: Ein erfundener Maschinenbauer mit 4.000 Mitarbeitenden veröffentlicht jedes Quartal einen Zahlenfilm für die Belegschaft. Die Finanzkommunikation füllt die Briefing-Vorlage aus, lädt den Bericht hoch und prüft Fassung V1. Nach einer Korrekturrunde gibt die Leitung Kommunikation frei.