Was einen guten Erklärfilm ausmacht
Ein Erklärfilm beantwortet eine einzige Frage. „Wie läuft die neue Reisekostenabrechnung?“ ist ein Film. „Alles über unsere Verwaltung“ sind fünf. Je enger die Frage, desto kürzer und klarer wird der Film, und desto eher sieht das Publikum ihn bis zum Ende.
Die richtige Länge
Für die meisten Themen in Unternehmen reichen 60 bis 120 Sekunden. Kürzer geht, wenn der Film nur auf etwas aufmerksam machen soll. Länger lohnt sich nur, wenn das Publikum den Film ohnehin ansehen muss, etwa in einer Schulung. Grob gerechnet schafft ein Sprecher in ruhigem Tempo etwa 120 bis 140 Wörter pro Minute, ein Skript mit 300 Wörtern ergibt also gut zwei Minuten. Wie lang dein Text wirklich wird, rechnest du mit dem Skript-Längenrechner aus. Mehr zur Frage steht im Ratgeber Wie lang sollte ein Erklärfilm sein?
Ein Aufbau in vier Teilen
- Ausgangslage: Was ist heute das Problem, und wen betrifft es?
- Lösung: Was ändert sich, in einem Satz?
- Ablauf: Wie funktioniert es, in drei bis fünf Schritten?
- Nächster Schritt: Was soll das Publikum jetzt tun?
Gerade der vierte Teil fehlt erstaunlich oft, und ohne Handlungsaufforderung bewirkt ein Erklärfilm wenig.
Tonalität und Stimme
Sprich so, wie dein Unternehmen mit Kunden oder Kollegen spricht. Ein Erklärfilm für die Rechtsabteilung klingt anders als einer für neue Auszubildende. Wähle die Stimme passend dazu und halte sie über eine ganze Reihe gleich. Im Brand Kit legst du dafür je Sprache eine feste Stimme und ein Aussprache-Lexikon für Produktnamen und Abkürzungen an.
Typische Fehler bei Erklärfilmen
- Zu viel auf einmal: Drei Botschaften in 90 Sekunden bleiben nicht hängen. Eine Botschaft mit drei Belegen funktioniert besser.
- Das Bild wiederholt den Ton: Steht jedes gesprochene Wort auch auf der Folie, liest das Publikum, statt zuzuhören. Auf die Folie gehören Stichworte, Zahlen und Begriffe.
- Fachsprache: Was in der Abteilung selbstverständlich ist, verstehen andere oft nicht. Lass das Skript von jemandem lesen, der das Thema nicht kennt.
- Fremdes Design: Ein Erklärfilm in fremden Farben und Schriften wirkt wie von außen eingekauft.
- Kein Ende: Der Film hört auf, ohne zu sagen, was als Nächstes kommt.
Checkliste für dein Briefing
Bevor du den Film anlegst, sollten diese Punkte geklärt sein:
- die eine Frage, die der Film beantwortet
- Zielgruppe und ihr Vorwissen
- Ziellänge in Sekunden
- drei bis fünf Kernaussagen, mit Quelle für jede Zahl
- No-Gos: Begriffe, Versprechen oder Bilder, die nicht vorkommen dürfen
- der nächste Schritt für das Publikum
- wer fachlich freigibt
Eine ausführliche Vorlage findest du im Ratgeber So schreibst du ein Film-Briefing, das funktioniert. Wie du den Sprechertext formulierst, steht in So schreibst du das Skript für einen Erklärfilm.
Wann ein Erklärfilm nicht die beste Lösung ist
Manche Themen sind ohne Film besser aufgehoben. Ändert sich der Inhalt jede Woche, etwa ein Dienstplan, ist eine Seite im Intranet schneller aktuell. Wer etwas nachschlagen muss, zum Beispiel in einer Tabelle mit Grenzwerten, findet es in einem Dokument schneller als in einem Film. Themen, über die man diskutieren muss, gehören ins Gespräch. Ein Erklärfilm lohnt sich dort, wo viele Menschen denselben Zusammenhang verstehen müssen und die Erklärung eine Weile gültig bleibt.
Wie mint beim Erklärfilm hilft
mint übernimmt die Produktionsarbeit, die inhaltliche Verantwortung bleibt bei dir. Du lieferst Briefing und Unterlagen, der KI-Agent macht daraus Szenen, Sprechertext, Ton und Animation im Design deiner Marke. Dann führst du Regie: „Szene 3 ruhiger“, „die Kennzahl größer“, „den Satz zur Frist streichen“. Jede Folie und jeder Text bleibt im Editor frei bearbeitbar.
Anders als bei einer Einzelanfertigung steht ab dem zweiten Film der Motion-Styleguide schon, und jeder weitere Erklärfilm sieht aus wie der erste. Für Agenturen heißt das: je Kundenmarke ein Styleguide, und Varianten für Pitches und Kundenfreigaben entstehen in hohem Tempo.
Tipp: Erzählt dein Thema eher eine Geschichte mit Menschen und Orten, nimm mint explainer. Er arbeitet mit KI-Bildern, KI-Videoclips und Sprecher und hat eine Bibliothek mit fast 400 Bildstilen in acht Kategorien.
Filme mit mint gibt es ab ca. 25 € pro Minute. Was ein Erklärfilm auf anderen Wegen kostet und wovon der Preis abhängt, erklärt der Ratgeber Was kostet ein Erklärfilm? Den direkten Vergleich mit einer Agentur findest du unter KI oder Erklärfilm-Agentur.