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Ratgeber · Onboarding

So produzierst du einen KI-Film fürs Onboarding

Ein gutes Onboarding braucht selten einen langen Film. Meist reicht eine kleine Serie kurzer Videos für die richtigen Momente. Mit KI produzierst du sie in sieben Schritten im Corporate Design und hältst sie aktuell.

6 Min. LesezeitStand Oktober 2026

Drei Annahmen, die nicht stimmenStil Blüten Bento · 16:9 · 1:07

Auf einen Blick: in 7 Schritten

  1. Die Onboarding-Reise skizzierenHalte fest, an welchen Stellen vom unterschriebenen Vertrag bis zum Ende der Probezeit immer wieder dieselben Fragen auftauchen.
  2. Eine Serie statt eines langen Films planenPlane mehrere kurze Filme mit Zeitpunkt, Inhalt und Richtlänge, damit jeder Film ein Thema hat und sich einzeln pflegen lässt.
  3. Das Design einmal festlegenLege einen Motion-Styleguide an und hinterlege im Brand Kit Intro, Outro, Stimme und Aussprache für die ganze Serie.
  4. Vorhandenes Material sammelnSammle je Film Dokumente, Fotos, Videos und Folien und hol für Personenfotos die Einwilligung ein.
  5. Für jeden Film ein Briefing schreibenHalte Kernbotschaft, Einstieg, Ziellänge, No-Gos und Quellen fest und lege fest, wie frei der Sprechertext formuliert werden darf.
  6. Sprecher und Ton festlegenWähle eine Stimme für die ganze Serie und ergänze Musik und Untertitel.
  7. Prüfen, freigeben und aktuell haltenLass HR, IT und Arbeitsschutz kommentieren, exportiere MP4 für Intranet, LMS oder Onboarding-Software und lege fest, wer jeden Film pflegt.

Neue Kolleginnen und Kollegen sollen sich ab dem ersten Tag zurechtfinden. Dafür brauchen sie viele Informationen auf einmal: Wer ist wer, welche Tools gibt es, wie läuft der Urlaubsantrag, was gilt beim Arbeitsschutz? Videos helfen, weil sie dieselbe Information für alle gleich gut erklären, egal an welchem Standort und zu welcher Uhrzeit. Hier liest du, wie du Onboarding-Videos mit KI in sieben Schritten produzierst, mit Beispielen aus mint.

Schritt 1: Die Onboarding-Reise skizzieren

Bevor du einen Film planst, skizziere den Weg der neuen Person: vom unterschriebenen Vertrag über den ersten Tag bis zum Ende der Probezeit. Wo immer wieder dieselben Fragen auftauchen, hilft ein Video.

Typische Momente sind:

  • Vor dem ersten Tag (Preboarding): Was erwartet mich, was bringe ich mit, wo melde ich mich?
  • Erster Tag: Begrüßung, Werte, Ansprechpersonen, Ablauf der ersten Woche.
  • Erste Woche: Tools, Zugänge, wichtige Prozesse.
  • Erste Monate: Weiterbildung, Feedbackgespräche, Benefits.

Frag am besten die Kolleginnen und Kollegen, die zuletzt angefangen haben. Sie wissen am genauesten, was ihnen gefehlt hat.

Schritt 2: Eine Serie statt eines langen Films planen

Ein Onboarding-Film, der alles erklärt, ist schnell zehn Minuten lang und veraltet mit dem ersten neuen Tool. Eine Serie aus kurzen Filmen ist leichter zu schauen und leichter zu pflegen.

FilmZeitpunktInhaltRichtlänge
Willkommen bei unsvor dem ersten TagGruß, Ablauf des ersten Tages, Anfahrt60–90 Sekunden
Wir in Zahlenerster TagStandorte, Teams, Geschichte, Werte60 Sekunden
Deine Toolserste WocheZugänge, wichtigste Anwendungen2–3 Minuten
Wer hilft bei waserste WocheAnsprechpersonen und Kanäle60 Sekunden
Sicher arbeitenerste WocheArbeitsschutz, Datenschutz, Compliance3–5 Minuten
So läuft es bei unserste MonateUrlaub, Reisekosten, Zeiterfassungje 90 Sekunden

Die Richtlängen sind Orientierungswerte. Mehr dazu im Artikel Wie lang sollte ein Erklärfilm sein?.

Beispiel: Nordwerk, ein erfundener Maschinenbauer mit 4.000 Mitarbeitenden, schickt neuen Kolleginnen und Kollegen eine Woche vor dem Start den Willkommensfilm per E-Mail. Am ersten Tag folgen „Wir in Zahlen“ und „Deine Tools“ im Intranet, die Prozessfilme liegen im LMS.

Schritt 3: Das Design einmal festlegen

Eine Serie wirkt nur dann als Serie, wenn alle Teile gleich aussehen. Dafür legst du einmal einen Motion-Styleguide an. mint übernimmt dein Corporate Design aus Website, Präsentation, Bildern oder einem Video, mit Farbwelt, Schriften, Formensprache, Layouts und Bewegungsprinzipien. Danach entsteht jeder Film aus einem Briefing im gleichen Design.

Im Brand Kit legst du fest, was jeder Onboarding-Film gemeinsam hat: Intro und Outro, Logos, die Stimme je Sprache, Musik und ein Aussprache-Lexikon für Firmen-, Standort- und Toolnamen. So klingt die sechste Folge wie die erste.

Schritt 4: Vorhandenes Material sammeln

Für das Onboarding gibt es meist schon viel Material: das Onboarding-Handbuch, die Begrüßungspräsentation, Fotos von Standorten und Teams, Bildschirmaufnahmen der wichtigsten Tools. Sammle es pro Film in einem eigenen Ordner.

  • Dokumente wie PDF oder DOCX gibst du über den Chat-Agenten in den Film.
  • Fotos und Videos lädst du als PNG, JPG, WebP, MP4, MOV oder WebM hoch. mint verarbeitet sie im Markendesign.
  • Standortfotos lassen sich per Bild-zu-Video in Bewegung setzen, etwa für einen langsamen Schwenk über den Empfang.
  • Folien der Begrüßungspräsentation können als Layout-Vorlagen in den Styleguide einfließen.

Tipp: Zeig echte Orte und echte Menschen, wo es geht. Ein Foto vom Empfang oder von der Kantine hilft neuen Kolleginnen und Kollegen mehr als ein allgemeines Symbolbild. Hol für Personenfotos die Einwilligung ein.

In vier Schritten startklarStil Green Surprise · 16:9 · 0:42

Schritt 5: Für jeden Film ein Briefing schreiben

Jeder Film der Serie bekommt ein eigenes, kurzes Briefing mit Kernbotschaft, Einstieg, Ziellänge, No-Gos und Quellen. Die Kernbotschaft für „Deine Tools“ könnte lauten: „In der ersten Woche brauchst du drei Tools, und so bekommst du die Zugänge.“ Ein typisches No-Go im Onboarding sind Abkürzungen, die nur Langjährige kennen.

Beim Sprechertext entscheidest du, ob mint ihn wörtlich übernimmt, glättet oder frei formuliert. Für Willkommensfilme darf der Ton persönlich sein. Für Sicherheitsthemen wählst du „wörtlich“, damit kein Wort verändert wird. Eine Vorlage findest du im Ratgeber Film-Briefing schreiben.

Schritt 6: Sprecher und Ton festlegen

Wähle für die ganze Serie eine Stimme und bleib dabei. Die KI-Stimmen von ElevenLabs sprechen bei mint motion design Deutsch, Englisch und Französisch, mit Emotion und Betonung. Für einen Willkommensfilm kann auch eine eigene Aufnahme passen, etwa von der Geschäftsführung oder der künftigen Teamleitung. Die lädst du einfach hoch. Musik kommt als KI-Musik oder eigene Markenmusik dazu und wird unter dem Sprecher automatisch leiser. Untertitel gibt es als SRT-Datei.

Arbeitet dein Unternehmen international, plane je Sprache eine eigene Fassung ein, denn bei motion design wählst du die Sprache je Film. Mehr zu Stimmen und Musik unter KI-Stimmen und Musik.

Schritt 7: Prüfen, freigeben und aktuell halten

Den ersten Entwurf schärfst du im Regie-Chat mit dem KI-Agenten nach, etwa „Szene 2 kürzer, die Ansprechperson mit Foto zeigen“, oder direkt im Editor. Die automatische Qualitätsprüfung achtet auf Textüberlauf, Mindestschriftgröße, Lesezeit, Ränder und Farbsprünge. HR, IT und Arbeitsschutz kommentieren mit Zeitmarke, und die Fassungen V1, V2 und V3 bleiben nachvollziehbar. Mehr zum Ablauf unter Zusammenarbeit und Freigaben.

Exportiert wird als MP4 in Full HD, in 16:9, 9:16 und 1:1. Das MP4 lädst du dort hoch, wo deine neuen Kolleginnen und Kollegen ohnehin sind: im Intranet, im LMS oder in der Onboarding-Software.

Für die Pflege legst du je Film eine verantwortliche Person fest und prüfst die Serie in festen Abständen, zum Beispiel jedes Quartal. Weil jede Folie bearbeitbar bleibt, tauschst du eine neue Ansprechperson oder ein neues Tool aus, ohne den Film neu zu produzieren.

Typische Fehler bei Onboarding-Videos

  • Ein Film für alles. Ein zehnminütiger Rundumfilm wird einmal geschaut und dann vergessen. Kurze Filme zum richtigen Zeitpunkt wirken besser.
  • Imagefilm statt Orientierung. Neue Kolleginnen und Kollegen haben den Vertrag schon unterschrieben. Sie brauchen Antworten auf praktische Fragen und keine Werbung.
  • Interne Sprache. Abkürzungen, Teamnamen und Toolnamen ohne Erklärung verwirren am ersten Tag mehr, als sie helfen.
  • Veraltete Ansprechpersonen. Besonders schlecht wirkt ein Film, der auf jemanden verweist, der das Unternehmen längst verlassen hat.
  • Keine Verbindung zum persönlichen Onboarding. Die Videos ergänzen das Gespräch mit Führungskraft und Team, damit es nicht mit Standardfragen beginnen muss.

Checkliste für deine Onboarding-Serie

  • Onboarding-Reise mit den häufigsten Fragen skizziert
  • Filmliste mit Zeitpunkt, Inhalt und Richtlänge erstellt
  • Motion-Styleguide und Brand Kit mit Intro, Outro und Stimme angelegt
  • Material je Film gesammelt, Einwilligungen eingeholt
  • Briefing je Film mit Kernbotschaft und No-Gos geschrieben
  • Fachliche Prüfung durch HR, IT und Arbeitsschutz eingeplant
  • Ausspielort und Verantwortliche für die Pflege festgelegt

Weitere Ideen findest du auf den Seiten Onboarding-Videos erstellen, Videos für HR und Recruiting und Videos für die interne Kommunikation.

Filme aus mint

Alle Filme sind mit mint entstanden. Firmen und Personen sind frei erfunden. Alle Filmbeispiele

30 Tage. Wie geht's dir?Stil Handschrift Landschaft · 9:16 · 0:38
Sicher durch Halle 3Stil Kinoplakat Gelb · 9:16 · 0:40
Noch sieben TageStil Pixel Hallo · 16:9 · 0:45
Wer ist wer auf Station 4BStil Pastell Kacheln · 16:9 · 1:22

Häufig gestellte Fragen

Wie lang sollte ein Onboarding-Video sein?

Die meisten Onboarding-Themen lassen sich in 60 Sekunden bis drei Minuten erklären. Pflichtthemen wie Arbeitsschutz brauchen manchmal mehr Zeit. Wichtiger als die Länge ist, dass jeder Film nur ein Thema behandelt.

Wie viele Filme braucht ein Onboarding?

Das hängt von deinem Onboarding ab. Ein guter Start ist eine kleine Serie aus Willkommensfilm, Unternehmensüberblick, Tools und Ansprechpersonen. Prozess- und Pflichtthemen kommen nach und nach dazu.

Wie halten wir Onboarding-Videos aktuell?

In mint bleibt jede Folie und jeder Text frei bearbeitbar. Ändert sich eine Ansprechperson oder ein Tool, passt du die Stelle an und exportierst neu. Leg für jeden Film eine verantwortliche Person und einen festen Prüftermin fest.

Können wir Onboarding-Filme für mehrere Standorte und Sprachen erstellen?

Ja. Für jeden Standort legst du eine eigene Fassung mit den passenden Fotos und Ansprechpersonen an, im gleichen Design. Bei mint motion design wählst du die Sprache je Film, die KI-Stimmen sprechen Deutsch, Englisch und Französisch.

Wo spielen wir die Onboarding-Videos aus?

mint exportiert MP4-Dateien in 16:9, 9:16 und 1:1. Die lädst du dort hoch, wo deine neuen Kolleginnen und Kollegen ohnehin sind: im Intranet, im LMS oder in der Onboarding-Software. Untertitel liegen als SRT-Datei bei.

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