So funktioniert Kinetic Typography
Bei klassischen Texteinblendungen steht ein Satz still im Bild. Kinetic Typography bewegt die Schrift: Ein Wort taucht auf, wenn der Sprecher es sagt, ein anderes wird größer, weil es wichtig ist, eine Zeile wechselt im Takt der Musik. Die Typografie übernimmt so die Rolle, die sonst Bilder spielen.
Die wichtigsten Mittel sind:
- Timing: Text erscheint synchron zu Sprache oder Beat.
- Hierarchie: Größe, Schriftstärke und Farbe zeigen, was zählt.
- Richtung und Tempo: Bewegungen lenken den Blick und setzen Akzente.
- Pausen: Stillstand gibt dem Auge Zeit zum Lesen.
Kinetic Typography ist damit eine Spielart des Motion Designs, bei der die Schrift die Hauptrolle spielt.
Beispiel: Recruiting-Clip im Hochformat
Ein erfundenes Beispiel: Ein Logistikunternehmen sucht Auszubildende. Für Social Media entsteht ein Clip von 20 Sekunden in 9:16. Die Frage „Du willst wissen, wie Logistik wirklich läuft?“ erscheint Wort für Wort auf den Beat, die Kernbegriffe stehen in der Akzentfarbe der Marke. Der Clip funktioniert auch ohne Ton, weil die Botschaft im Bild steht. In Feeds, in denen Videos stumm starten, ist das wichtig.
Kinetic Typography in mint
In mint ist Kinetik Teil des Motion-Styleguides: Text auf den Takt. Zusammen mit dem Temperament von ruhig über ausgewogen bis dynamisch legt der Styleguide fest, wie stark sich Schrift in deinen Filmen bewegt. Die automatische Qualitätsprüfung achtet dabei auf Textüberlauf, Mindestschriftgröße und Lesezeit, damit bewegte Schrift lesbar bleibt.