Warum Teams nach einer Synthesia-Alternative suchen
Synthesia ist laut eigener Website eine KI-Video- und Avatar-Plattform für Unternehmen, mit KI-Avataren, vielen Sprachen und einem Fokus auf Training und interne Kommunikation (Stand: Oktober 2026). Wer nach Alternativen sucht, hat meist einen dieser Gründe:
- Die Filme sollen vom Design der Marke leben und ohne KI-Person auskommen.
- Gesucht wird eine andere Avatar-Plattform mit anderen Schwerpunkten, etwa Übersetzung oder Interaktivität.
- Es geht um Kampagnen, Imagefilme oder Recruiting-Storys, die wie gedreht wirken sollen.
- Eine Agentur braucht Werkzeuge für viele Kundenmarken, Pitches und die Übergabe an den Schnitt.
Je nach Grund passt eine andere Alternative, und die vier Optionen unten decken die häufigsten Fälle ab. Alle Angaben zu Wettbewerbern stammen von deren öffentlichen Websites, siehe Quellen.
mint: Filme im exakten Corporate Design
mint ist die Alternative für Teams, deren Filme aussehen sollen wie ihre Marke und die dafür keine Avatare brauchen. Der Schwerpunkt ist mint motion design: Aus einem Briefing und dem Motion-Styleguide deiner Marke entstehen Motion-Design-Filme mit Kennzahlen, Listen, Prozessen und Botschaften. Der Styleguide entsteht einmal aus Website, Präsentation, Bildern oder Video, inklusive Hausschriften und Layouts in 16:9, 9:16 und 1:1.
Dazu kommen mint cinematic für KI-generierte Realfilm-Szenen mit Figuren, Orten und Kamerafahrten und mint explainer für Erklärfilme mit KI-Bildern, KI-Videoclips und Sprecher. Der KI-Agent produziert, du führst Regie. Hosting und Datenhaltung liegen in der EU, bei Hetzner in Deutschland.
Grenzen: mint hat keine Avatare, keine automatischen Sprachfassungen bei motion design und keinen SCORM-Export. Das MP4 lässt sich in jedes LMS hochladen.
HeyGen: Avatare und Video-Übersetzung
HeyGen setzt laut Website auf KI-Avatare und Video-Übersetzung. Neben Stock-Avataren gibt es digitale Zwillinge aus einer kurzen Aufnahme und Avatare aus einem Foto. Bestehende Videos lassen sich in mehr als hundert Sprachen und Dialekte übertragen, mit Stimmklon und Lippensynchronität. Dazu kommen ein Editor, ein Video Agent und Schnittstellen für Entwickler.
Passt, wenn: eine Person regelmäßig im Bild sprechen soll oder vorhandene Videos in viele Sprachen müssen. Den direkten Vergleich zeigt die Seite mint vs. HeyGen.
Colossyan: interaktive Schulungsvideos
Colossyan richtet sich laut Website an Weiterbildung im Unternehmen. Vorhandene Inhalte werden mit KI-Agenten zu Schulungsvideos, mit Avataren und Stimmen in mehr als hundert Sprachen. Ein Schwerpunkt ist Interaktivität: Verzweigungen, Quizfragen und klickbare Schaltflächen. Inhalte lassen sich als SCORM-Paket in Lernplattformen bringen, als MP4 exportieren oder per Link teilen. Eigene Farben und Logos werden über ein Brand Kit angewendet.
Passt, wenn: du interaktive Pflichtschulungen mit Wissensabfrage und Abschlussverfolgung im LMS brauchst. Für Lernfilme, die vor allem Abläufe und Regeln im Corporate Design zeigen, lohnt der Blick auf E-Learning-Videos erstellen.
Klassische Agentur: individuelle Kreation
Eine Agentur entwickelt Idee, Konzept und Gestaltung von Grund auf und produziert mit Dreh oder Animation. Das ist meist aufwendiger als eine Plattform, liefert aber ein Ergebnis, das genau auf eine Kampagne zugeschnitten ist, mit echten Menschen, Orten und Produkten vor der Kamera.
Passt, wenn: ein Film mit echtem Dreh, Schauspiel oder einer neuen Kreativ-Idee entstehen soll, etwa ein Markenfilm oder eine große Kampagne. Wann sich das gegenüber KI lohnt, zeigt der Vergleich KI oder Erklärfilm-Agentur.
So findest du die passende Alternative
- Soll eine Person im Bild sprechen? Dann sind HeyGen oder Colossyan die naheliegenden Alternativen.
- Brauchst du Quiz, Verzweigungen und SCORM? Dann passt Colossyan.
- Sollen die Filme exakt im Corporate Design entstehen, mit Kennzahlen, Abläufen und Botschaften? Dann passt mint.
- Geht es um einen Markenfilm mit echtem Dreh oder eine große Kreativ-Idee? Dann passt eine Agentur.
Worauf du bei der Auswahl achten solltest
Bevor du dich für eine Alternative entscheidest, lohnt ein Probelauf mit einem echten Briefing aus deinem Alltag, etwa dem nächsten Tool-Rollout oder der jährlichen Pflichtschulung. Achte dabei auf diese Punkte:
- Markentreue: Sieht das Ergebnis aus wie deine Marke, mit Hausschriften, Farbrollen und Layouts, oder nur mit Logo und Farbe?
- Bearbeitbarkeit: Kannst du Texte, Szenen und Sprechertext nach dem ersten Entwurf frei ändern?
- Sprachen: Brauchst du viele Sprachfassungen desselben Videos oder je Film eine Sprache?
- Lernplattform: Reicht ein MP4 für dein LMS, oder brauchst du SCORM mit Quiz und Abschlussverfolgung?
- Zusammenarbeit: Gibt es Kommentare, Fassungen und Rollen für Freigaben durch Fachabteilung, Marke und Betriebsrat?
- Datenschutz: Wo liegen die Daten, gibt es einen AVV, und werden Kundendaten für das Training von Modellen genutzt?
Mehrere Werkzeuge kombinieren
Viele Unternehmen brauchen mehr als eine Art Video. Dann bekommt jedes Werkzeug die Aufgabe, für die es gemacht ist: Eine Avatar-Plattform übernimmt die persönliche Ansprache, mint die Serie von Filmen im Corporate Design und eine Agentur die große Kampagne. Wie sich mint und Synthesia im Einzelnen unterscheiden, zeigt mint vs. Synthesia.
Stand: Oktober 2026. Alle Angaben zu Synthesia, HeyGen und Colossyan laut öffentlichen Websites der Anbieter, siehe Quellen.